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28.06.2013, 00:00 Uhr | Jens Feuerriegel - Elbe-Jeetzel-Zeitung
Ziel: Gruppe X zur Gruppe Ex machen
CDU stellt Positionspapier vor, wie sie sich Lüchow-Dannenberg im Jahre 2020 wünscht (Artikel in der EJZ, Ausgabe Nr. 148 vom 28.06.2013, Veröffentlichung genehmigt durch Köhring-Verlag und Redaktion)
 Von der geplanten Kampagne zum Stimmen-Splitting im rot-grünen Lager wusste CDU-Kreisvorsitzender Uwe Dorendorf am Mittwoch noch nichts. Aber auch ohne diese Information war ihm auf dem CDU-Kreisparteitag in Breese/Marsch schon klar: Im Wahlkreis Lüneburg/Lüchow -Dannenberg werde es für die Christdemokraten bei der Bundestagswahl "nicht einfach". Man müsse da "richtig rangehen" und aufpassen in Richtung AfD - der Alternative für Deutschland. Rückenwind verspricht sich die CDU jedenfalls auch von einem einstimmig verabschiedeten Positionspapier, wie man sich Lüchow-Dannenberg im Jahr 2020 vorstellt - sozusagen eine Agenda 2020.
Im Kern enthält sie allerdings altbekannte CDU-Positionen.
Die stellten Dorendorf und Vorstandskollege Christian Carmienke den 50 Mitgliedern in den Grundzügen vor. Die Agenda basiert auf dem eigenen Programm und Vorstellungen, die die CDU auf elf öffentlichen Veranstaltungen quer durch den Kreis gesammelt hat. 
Foto:M.Kittler
Breese/M. -  Damit wollte man die "tragische Lüchow-Dannenberger Politik-Kultur des Dagegen-Seins endlich durchbrechen". Die Teilnehmer auf diesen Treffen hätten sich durchweg konstruktiv geäußert und eine Menge Ideen eingebracht - bis auf eine Ausnahme, erzählte Uwe Dorendorf: Die Blitzer-Offensive in LüchowDannenberg habe man durch die Bank abgelehnt. Im Positionspapier findet sich diese Haltung allerdings nicht wieder.
Einige Kernpunkte sind:
> Verkehr: Die CDU macht sich vielerorts für eine dritte Fahrbahn auf Bundes
straßen stark, zum Beispiel  auf der B 216 nach Lüneburg. Wichtig seien gute Anbindungen an die geplanten Autobahnen A 14 (Schwerin-Magdeburg) und A 39 (Lüneburg-Wolfsburg).
> Demografie: Um die Bevölkerungszahl zu halten oder gar zu erhöhen, fordert die CDU ein kreisweites Familien-Kataster. In Hamburg und Lüneburg müsse man die Region so vermarkten, dass es sich in Lüchow-Dannenberg gut wohnen lasse. Damit könnte die Region für Berufspendler und Senioren attraktiv werden. Wichtig dafür seien eine gute ärztliche Versorgung, eine gute Schullandschaft und verbesserte Breitband-Netze.
<Tourismus: Dieser Bereich müsse effektiver und schlanker vermarktet werden, forderte Dorendorf. Drei Viertel des Geldes gehe beim jetzigen Stand fürs Personal drauf. Die Elbtalaue-Wendland-Touristik müsse man so, wie sie jetzt arbeite, abschaffen. Die CDU fordert ein einheitliches Marketing und einen Neustart der Tourismus-Vermarktung mit neuen Leuten.Die Kulturelle Landpartie sieht die CDU inzwischen als
 erfolgreiches Beispiel. Dorendorf: "Solche Impulse tun der Region gut".
> Landwirtschaft: Positive Effekte der Landwirtschaft dürften nicht ständig 
diskreditiert werden, fordert die CDU. Motto: "Landwirte sind keine Täter - sie sind tatkräftig, und das gilt es zu fördern".
>Kommunale Selbstverwaltung: Auf den Versammlungen habe es immer wieder Kritik an den vier Verwaltungen für nicht einmal 50000 Lüchow-
Dannenberger gegeben, erzählte Christian Carmienke. Daher fordert die CDU eine Verwaltung für ganz Lüchow-Dannenberg - wie bereits der ehemalige Landrat Dieter Aschbrenner (CDU) vor neun Jahren.
"Irgendwann wird es kommen, aber man muss da  fantasievoll rangehen", meint Carmienke. Und das Land müsse einer Region wie Lüchow-Dannenberg dafür auch Spielräume eröffnen. Vorantreiben will die CDU
auch weiterhin die Idee, die Mitarbeiter des Lüchower Rathauses zumindest größtenteils im Kreishaus unterzubringen.
> Schulen: Hier will die CDU vor allem eines: dass alles so bleibt, wie es derzeit ist. Das heißt vor allem: keine neue Gesamtschule.
Das Ziel hinter allem formulierte Kreisvorsitzender Uwe Dorendorf drastisch:
dass aus der Gruppe X (SPD, FDP, UWG, Grüne, SOLI) "die Gruppe Ex wird".
Denn mit den Castor-Transporten entfalle auch das Geschäftsmodell des
Widerstandes.


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