CDU Kreisverband Lüchow-Dannenberg
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17.01.2015, 00:00 Uhr | Elbe-Jeetzel-Zeitung (fk)
Grundsatz: wohnortnah
CDU-Politiker Kai Seefried über Schulen
 Es hörte sich an, als hätten die Gegner von Schließungen kleiner Grundschulen im schulpolitischen Sprecher der CDU einen Unterstützer gewonnen. "Wohnortnahe Schulen" forderte der Landtagsabgeordnete Kai Seefried beim traditionellen CDU-Treffen "Matjes und Politik" am Donnerstag im Schützenhaus in Bergen.
v.l. Landtagsabgeordneter Kai Seefried, Kreisverbandsvorsitzender Uwe Dorendorf und Vorstandsmitglied Christian Carmienke. Aufn.:K.-F. Kassel
 Er verband diese Forderung mit dem  alten Slogan einer   Lehrergewerkschaft :  „Kurze Wege für kurze Beine."
Außerdem  wies er ausdrücklich darauf hin, dass er diese Äußerungen
in Kenntnis der Diskussion in Lüchow-Dannenberg mache.
Dennoch werden sich Gemeinderäte und Elternvertreter, die gegen die
vom Samtgemeinderat unter Einschluss der meisten CDU-Stimmen beschlossenen Schließung sind, nur im Grundsatz auf den
CDU-Schulpolitiker berufen können. Schulpolitik ist ein Thema, dass 
der Politik aufmerksame Zuhörer beschert. In Bergen reagierten sie zustimmend. Auf Nachfrage erklärte der CDULandtagsabgeordnete,
wie sie zu verstehen sind. „Wohnortnahe Schulstandorte“ sei ein Grundsatz,
der für die CDU Niedersachsen gelte. Aber nach den besten Lösungen müsse vor Ort gesucht werden. „Es gibt Optionen, kleine Schulen zu erhalten“, meinte Seefried gegenüber der EJZ. Aber es gelte auch ein
anderer Grundsatz: Die Kommunen sollen entscheiden.
Das eigentliche Thema des schulpolitischen Sprechers der CDU war 
der Entwurf der rotgrünen Landesregierung für ein neues Schulgesetz. 
In der Bildungspolitik würde eine CDULandesregierung „nicht alles
anders machen“, meinte Seefried. Er habe „keine Lust mehr“ auf die 
fortwährenden Strukturdebatten, Gesamtschulen oder Gymnasien, Förderschulen oder nicht. Seiner Ansicht nach sollten alle Schulformen erhalten bleiben. Seefried plädierte für ein „vielfältiges Bildungssystem“
 mit viel Eigenverantwortung von Schulen einer-, sowie Eltern und 
Schülern andererseits. Dieses Bildungssystem sollte nach 
CDU-Vorstellung ein Ganztagsangebot aller Schulen enthalten ebenso wie eine Ganztagsbetreuung in Kitas. Die Zusammenarbeit von  Kitas
und Schulen sollte verbessert werden. Außerdem sollte es weiterhin ein flächendeckendes Angebot an Förderschulen geben. Der Entwurf der Regierungskoalition sieht deren Abschaffung vor.
Der CDU-Landtagsabgeordnete bezog im Streit um die Mehrarbeit an Gymnasien und die Weigerung der Lehrer, aus Protest keine Klassenfahrten zu veranstalten, eine Position zugunsten der Lehrer und gegen die Landesregierung. „Der Frust bei den Lehrern ist nachvollziehbar“,
erklärte Seefried. Es gehe nicht nur um die eine Stunde. Schon vorher sei in den Kollegien „an der Leistungsgrenze“ gearbeitet worden.
Alle Schulen sollten nach Ansicht des CDU-Schulpolitikers „inklusive Schulen“ sein.  Die entscheidende Frage sei: „Wie soll der Weg dahin aussehen?“ Er habe die Sorge, „dass es mit
der gesellschaftlichen Aufgabe der Inklusion so geht wie mit
dem G-8-Abitur“, meinte Seefried – gescheitert, weil schlecht
umgesetzt. Der Erfolg eines Bildungssystems sollte seiner Ansicht nach nicht daran gemessen
werden, ob es immer mehr Abiturienten hervorbringe. Ein
„weichgespültes Abitur“ werde wertlos. Der schulpolitische
Sprecher der CDU wandte sich gegen die Absicht der Regierungskoalition,
die Schullaufbahnempfehlung abzuschaffen.
Das hätte Auswirkungen bei einem möglichen Wechsel der
Schulform durch einen Schüler, erklärte er.
Die CDU in der Samtgemeinde Lüchow, vor allem deren Vertreter
aus dem Südkreis, treten mit Nachdruck für die Gesamtschule
in Clenze ein, wurde in der Aussprache deutlich .