Presse
27.10.2016, 20:05 Uhr | Andrea Jasper
Kreisverband der CDU Lüchow-Dannenberg steht Plänen zur Einleitung des Asse- Zutrittswassers in die Elbe äußerst kritisch gegenüber
Pressemitteilung
Derzeit prüft das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mehrere Varianten, wie das Salzwasser, welches täglich von außen in das marode Bergwerk Asse fließt, beseitigt werden kann. Bisher wurde das Salzwasser zur Flutung des ehemaligen Bergwerks Mariaglück in Celle gebracht. Doch der Vertrag endet am 31. Dezember 2016. Die Entsorgung des Asse-Zutrittswassers ist jedoch eine zwingende Voraussetzung für den Weiterbetrieb der Schachtanlage Asse.
Eine Möglichkeit die Lauge zu entsorgen besteht für das BfS darin, eine bereits bestehende Einleitstelle für Salzwasser zu nutzen. Ebenso eine Anlage betreibt das BfS beim ehemaligen Erkundungsbergwerk Gorleben. Der Austrittspunkt dieser Pipeline befindet sich inmitten des Gorlebener Hafens. Bereits seit vielen Jahren verfügt das BfS über eine Einleitgenehmigung für max. 56.300 Kubikmeter Salzwasser im Jahr. Der Antrag zur Einleitung der Lauge über Gorleben in die Elbe wurde bereits vom BfS eingereicht. Der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Lüchow-Dannenberg, Uwe Dorendorf, hat zum Plan des BfS eine klare Meinung: “Wir sind nicht das Klo Deutschlands!“ Nach Auffassung des Kreisverbandes ist eine geplante Einleitung des Assewassers rechtlich fragwürdig, befindet sich doch der Pipelineaustrittspunkt mitten im Biosphärenreservat „Niedersächsische Elbtalaue“. Auf Grund dessen gilt es den Vertrag über die Einleitung von Salzwasser aus dem Jahr 1990 eingehend zu prüfen. Denn seitdem das Biosphärenreservat "Niedersächsische Elbtalaue" im Jahr 2002 einstimmig vom Niedersächsischen Landtag eingerichtet wurde, gelten für diese Region besonders strenge Umweltstandards. Bedingt durch die Tatsache, dass die Salzbelastung der Elbe, auf Grund des Saalezuflusses bereits deutlich erhöht ist, kommt für die CDU Lüchow-Dannenberg eine Einleitung des Salzwassers aus der Asse nicht in Frage. Laut Wasserrahmenrichtlinie darf sich die Wasserqualität durch die zusätzliche Salzeinleitung nicht verschlechtern. Die CDU Lüchow-Dannenberg erwartet, dass die zuständigen Behörden, das Landesbergamt und die Wasserschutzbehörde des Landkreises genauestens prüfen, ob das Vorhaben alle wasserund naturschutzrechtlichen Anforderungen erfüllt. Seitens der CDU Lüchow-Dannenberg wird eine direkte Einleitung des Zutrittswassers ins Meer favorisiert, denn im Gegensatz zu Flüssen ist das Meerwasser bereits salzhaltig.
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